Hier sind Heeper Geschichten von Originalen oder kuriosen Begebenheiten der vergangenen Heeper Geschichte vorgesehen, die in wechselnden Abständen erscheinen sollen.
.......... an der "Lause-Eiche":
Wo in Brönninghausen die Windwehe
das Band der Autobahn unterquert hat und der Brönninghauser Bach in die Windwehe
fließt, steht die urwüchsige Lause-Eiche. Dieser uralte Baum befindet sich in
unmittelbarer Nähe einer Brücke der Salzufler Strasse, die hier den
Brönninghauser Bach überquert.
Vor vielen Jahren soll dort am Stamm der Eiche ein Schatz vergraben worden sein, den fahrendes Volk da versteckt hätte. Um nun die Kostbarkeiten endgültig zu bergen, müssten besondere Bedingungen erfüllt werden, die aber genau eingehalten werden müssten, hieß es. So wurde ohne wenn und aber verlangt:
"Stehe drei Schritte vor der Brücke,
gehe dann drei Schritte zurücke,
aber nun rückwärts über die Brücke."
Zwei Handwerksburschen wollten vor etlichen Jahren den vermuteten Schatz dort am Stamm der Eiche finden und bergen. Als sie da zu graben begannen, sahen sie plötzlich an gleicher Stelle viele blaue Feuerchen aufsteigen. Ein großer Kessel zeigte sich auf den Flammen, der bis an den Rand mit vielen Schätzen gefüllt war.
Beide stürzten sich wie von Sinnen auf die Kostbarkeiten, bekamen aber augenblicklich einen bösen Schlag. Sie taumelten wie gelähmt zurück, wobei der kostbare Kessel, wie von Geisterhand geführt, wieder in der Tiefe der Erde verschwand.
Die Handwerksburschen hatten in Ihrer Gier nach Gold und Edelmetallen die einzuhaltenden Bedingungen an der Brücke nicht beachtet. Das rächte sich. Sie mussten unverrichteter Dinge die Stätte wieder verlassen. So liegt wohl noch heute das kostbare Gut am Stamm der Lause-Eiche. Er wartet nur noch darauf, der Erde entrissen zu werden.
Mit freundlicher Genehmigung von Willy Seppmann aus "Heeper Geschichten, Geschichte und Annekdoten", Nacherzählung von Julius Henrichs.